Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
-Forum
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 65 Antworten
und wurde 3.810 mal aufgerufen
 Technik - Motor / Vergaser / Zündung / Auspuff
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
thommyka Offline

Member


Beiträge: 154

06.12.2005 07:01
#16 RE: Kompressor in der Gixx antworten

also

im fighters magazin ist vor kurtzem thema auch im einem work shop auch bearbeitet worden.
Es war ein komp. aus nem clk benz, ein gareth wen ich mich richtig erinnere.
tue mal nachschauen da poste ich wieder.
----------------------------------------------alles hat ein ende nur GSXR hat kein`s

LIPTON ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 07:22
#17 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Komisch meine Frau sagt immer ich hätte auch einen Kompressor...
--------------------------------------------
Gerade kommt man nicht durch Kurven
cu
LIPTON

Öliger ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 11:44
#18 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Serwas,
jo in der Fighters nehmen die einen Kompressor, hab das mal gelesen.
Aber mir gefällt halt der einzelne Vergaser aussen nicht.

Sicher, die Abstimmung wird extrem vereinfacht, man hat nur einen Gaser, und man muss erst mal nix am Vergaser ändern, weil er ja aussen sitzt.

Aber wenn ich persönlich einen Ladermotor bauen würde, würde ich Nägel mit Köpfen machen und eine Einspritzanlage konstruieren.

Ist aufwendiger, teuerer, klar. Aber die Vorteile liegen auf der Hand: leichtere Abstimmbarkeit durch umprogrammieren von Kennfeldern.
Theoretisch - praktisch ist sowas nicht ohne.
Aber ein Ladermotor ist eben was exclusives, und da ist kein Umbauschritt so richtig ohne

Grüsse!!

watercooled engines make great boat anchores

DER Christian ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 11:57
#19 RE: Kompressor in der Gixx antworten


@ Öliger: Soweit o.k., aber vergiss mal das Gemisch 14,7 : 1. Das ist das Gemisch, bei dem der KAT die Abgase reinigen kann, nichts anderes. Für einen Moppedmotor, und noch dazu wenn du Leistung willst, VIEL zu mager. Fahr mal einen originalen Luft-Öl Motor mit 14,7 : 1 und bau dir ein Ölthermometer ein.

Eher 13 : 1 bis 12: 1, dann zieht sie die Arme lang und ist auch noch gut gekühlt.


DIESE MITTEILUNG WIRD IHNEN PRÄSENTIERT VON TM-DATENTECHNIK http://www.tm-datentechnik.de/

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!!
God rides a Harley. The Devil rides GSX-R!

Mick#1 Offline

Prediger


Beiträge: 2.335

06.12.2005 13:48
#20 RE: Kompressor in der Gixx antworten
Mal so meine Meinung dazu, ich halte exclusivität hin oder her den Kompressor als Auflademöglichkeit
bei einem Motorrad für ziemlich ungeeignet. Es ist kein totaler Blödsinn aber eher ungeeignet
wegen den Randbedingungen wie Antrieb des Kompressors, Abstimmung der gemischaufbreitung etc.

Ich denke für meinen Teil das die Aufladung wenn überhaupt über einen
Turbo die sinnigste Alternative ist.. Vorallem bei Vergasermotorrädern...

.
Mick#1
Genug ist zu wenig...


http://www.SRAD-Racing.de
Next Update gemacht...
Jetzt mit Download

DER Christian ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 15:20
#21 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Finde ich nicht.

Turbo? Schau dir mal die alte Honda CX 500 Turbo an, ein Alptraum! Alleine der Aufwand für die Leitungen, den Auspuff, evtl. Ladeluftkühlung, Vergaser druckdicht bekommen, irre. Noch dazu kommt der Turbo erst ab einer bestimmten Drehzahl, dann aber doch gewaltig. Viel Spass beim fahren wenn´s regnet!

Den Zahnrimenantrieb für den Kompressor einfach von der Kurbelwelle abnehmen, Kompressor anstatt Luftfilterkasten hinbauen, ein oder zwei Vergaser davor, passende verbindungsflansche Kompressor-Zylinderkopf machen, fertig.
Ladedruck über ein Ablassventil bzw. den Zahnriemenantrieb einstellen, Easy. Ladeluftkühlung brauchst du nicht, da der Kompressor nicht so heiss wird wie ein Turbo und das Gemisch den Kompressor schon abkühlt. Easy. Zumindest Theoretisch, zugegeben.

Ausserdem fahrbarer, da der Kompressor schon ab Standgas den Motor auflädt, also keine bösen Überraschungen, wenn man vor der Kurve mal runterschaltet und plötzlich der Turbo 40 PS mehr ans Hinterrad schickt.

Ich hatte mal einen Ford Capri 2,8 i mit Suhe Turbo, statt 160 PS serienmässig mit Turbo 220 PS mit 0,5 Bar, und 250 PS für 2-3 Minuten (je nach Öltemperatur) bei 0,7 Bar per Kippschalter. Soweit witzig, aber WEHE du bist in Kurven oder bei Regen aus versehen über 3.000 U/Min gekommen und der Turbo hat losgelegt. Kurven entweder mit oder ohne Turbo fahren, also unter oder über 3.000 U/Min, und den linken Fuss bremsbereit halten war die einzige Lösung zum überleben. Sowas möchte ich in einem Motorrad nicht wirklich haben / erleben.


DIESE MITTEILUNG WIRD IHNEN PRÄSENTIERT VON TM-DATENTECHNIK http://www.tm-datentechnik.de/

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!!
God rides a Harley. The Devil rides GSX-R!

Race ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 15:44
#22 RE: Kompressor in der Gixx antworten

nett leute, liest sich alles recht gut.
und sollte zu machen sein, zumal ich ja nicht der erste wäre.
da muss ich mal anfangen zu rechnen, denn wenn die ganze sache teurer wird als sagen wir mal 2000€ bietet sich für mich eine andere bessere alternative.
eine frage hätte ich zu der verstellbaren zündung. ich denke mechanisch wird da nix gehen, also cdi raus rechner rein? oder wie kann ich mir das vorstellen?

Grip und Gruß
Ratze ( LLB Member - Wir sind Die, mit denen Du als Kind nie spielen durftest )




---motorradfahren ist alles, die zeit dazwischen heisst warten---


aus gegebenen anlass weise ich darauf hin das die von mir geschriebenen beiträge durchaus ironisch gemeint sein können

Carpe Cutis
http://www.tuning-bike.de


Knolle34 Offline

NORDGIXXER

Beiträge: 10.218

06.12.2005 15:51
#23 RE: Kompressor in der Gixx antworten
zB Motec Zündanlagen...frei programmierbar
Ahrensburg / Hamburg

MaM-Nordeifel e.V.
Manager Assembly

..........................

Mick#1 Offline

Prediger


Beiträge: 2.335

06.12.2005 16:06
#24 RE: Kompressor in der Gixx antworten
Hallo Christian,
ganz so ist es auch nicht mehr mit der Turbogeschichte.

Früher als dein Capri noch state of the Art war da waren Turbomotoren noch recht bösartig.
Schon mal 1.8 T von VW gefahren, kein Vergleich mehr...

Zu dieser Zeit gab`s auch GPX 750 ( die fand ich nicht so schlimm wenn man recht drehzahl intensiv fuhr).

Inzwischen ist die Zeit aber weiter und Turbos im allgemeinen sind mehr auf den Kompromiss Moment-Wirkungsgrad (meist beim Diesel)- Leistung ausgelegt. Sicher wenn man nem Turbo drastische Leistungssteigerungen abverlangt dann ist es immer noch so das er schwierig wird.

Und ganz so wie du es beschrieben hast ist es auch nicht einen Ladeluftkühler brauchts nicht zwingend
weil "vorne" angesaugt. Wo ist Luft kühler als vor dem (Wasser)Kühler ?
Also ganz vorne ?

Ein Pop-Offventile macht das Turboloch "weg" oder lindert es stark.

Der einzige Vorteil den ich sehe ist das der Ladedruck ab Standgas anliegt,
ein Nachteil ist das der Kompressor schon Leistung frisst die du erstmal aufladen musst.

Und ehrlich gesagt weiss ich nicht was schwieriger wird die Anbindung - Zahnriemen - Kurbelwelle Kompressor und
Abstimmung der Vergaser passend zum Kompressor (aber wer hat schon noch Vergaser Puuuhhhh )

Bedenke es muss dann der passende gefunden werden weil die sonst da verbauten sind ja
wahrscheinlich zu klein.

Oder das Abblaseverhalten (heisst wirklich so) bzw den Druckaufbau des Turbo`s in den griff zu bekommen.
Was sicher das grösste Problem ist, bei der gemässigten Fahrt den Regelbereich des Turbos in den Griff zubekommen.

Früher war es ja auch so das du sehr grosse (in den meisten Fällen KKK oder Garreth-Lader) verwandt hast um grosse Drücke zu erreichen, in verbindung mit grossen Drehzahlen. Ist aber nicht mehr ganz so schlimm.

Kurz gesagt ich für meinen teil denke die regelung des Ansprechverhalten beim Turbo
in den griff zu bekommen sollte einfacher sein als der kostruktive Aufwand und abstimmungstechniche Aufwand rund um den Kompressor und den Vorteil der Aufladung ab Standgas aufwiegen ....

Aber eigentlich halte ich aufladung bei Motorrädern für unnötig... Es geht auch anders...

.
Mick#1
Genug ist zu wenig...


http://www.SRAD-Racing.de
Next Update gemacht...
Jetzt mit Download

Öliger ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 18:03
#25 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Serwas,
@DER Christian

ich meine mit 14,7 zu 1 ist das optimale stöchiometrische Verhältnis - und habe unten ja extra hingeschrieben, dass ich auf keine weiteren Details eingehe.

Dazu gehört Vollastanfettung (als Kühlwirkung), und vor allem immer eine etwas fettere Mischung bei rein ölgekühlten Motoren, eben zwecks dieser Kühlwirkung, Kondenswirkung innerhalb des Ansaugtraktes etc. Ich wollte mit 14,7 zu 1 nicht auf die Vergasereinstellung, sondern eben rein auf das chemische Verhältnis Sauerstoff(bzw. Umgebungsluft) - Benzin als zündfähiges Gemisch.
Also nur die Theorie. Praktisch haste immer was anderes.

Der Kat arbeitet auch noch bei den Magermixmotoren, die eine Teillastanreicherung von 20 zu 1 haben, und auch bei extrem überfetteten Motoren.

Der Kat arbeitet da zwar nicht mehr optimal, aber er oxidiert trotzdem nach, mit dem Nachteil, dass halt trotzdem noch was hinten rauskommt.

@Race:
2.000EUR sind gleich weg, brauchst ja erst mal nen Lader (sagen wir so um die 500), Antrieb für den Lader etc...
Hab mir auch schon mal nen Turboumbau im Hinterkopf abgelegt.

Vor allem wegen dem geileren Turbopfeifen

Zu den Turbos:

Das Loch untenrum kann man mit einem kleineren Lader kompensieren, obenrum fehlt halt dann wieder etwas Luft, das Optimum wäre da also ein verstellbarer Lader (drehzahlabhängig).

Blow-Off Ventile bringen schon was, ist vor allem sinnvoll beim Schalten, um den Lader nicht runterzubremsen (der drückt dann ja nicht mehr in den Brennraum, sondern gegen deine geschlossenen Schieber/Drosselklappen und wird über den Rückstau abgebremst).
Wastegate ist auch wichtig, damit man nicht zuviel Ladedruck aufbaut und du auf einmal schlangenförmige Pleuel hast.

Die Charakteristik (untenrum nix, und dann auf einmal enormer Boost) hängt natürlich vom Lader ab - je grösser der ist, umso mehr Drehzahl braucht der, bis er einsetzt. Wenn er dann einsetzt...

Machbar ist alles.

Zum Ladeluftkühler:
na ja, klaro wird kalte Luft angesaugt, die aber durch die Komprimierung wärmer wird - und dann kann man mit nem LLK wieder ein paar PS mehr rauskitzeln.

Ich für meinen Teil ziehe beim Mopped einen Sauger vor, die Kraft muss durch den Hubraum kommen und aus Gasern.
Obwohl ein Turbo natürlich seine Reize hat, ganz klar. Aber da würde ich mir dann auch ein anderes Gerät aufbauen, dass dann eher was für Viertelmeilenrennen is, denn Posen kann man auch mit dem Turbo Whistler....

Zum Diesel:
ein Diesel läuft ja bekanntlich immer mit der selben Menge (annähernd) an Luft - somit kann man mit nem Turbo beim Diesel auch Sprit sparen und noch dazu ein paar PS rausholen.


Alle klarheiten beseitigt.

Grüsse!!



watercooled engines make great boat anchores

teroca Offline

Prediger

Beiträge: 2.076

06.12.2005 18:45
#26 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Was ihr alle so Wissen tut
....aber geil zu lesen und bin gespannt wer den ersten Umbau zeigt...


Greetz,


Beinahealter

11erW94 Offline

Gebetsmühle


Beiträge: 931

06.12.2005 20:34
#27 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Ich glaub "Tenner" hat sich mit dem Thema auch mal etwas ausführlicher beschäftigt...

Gruß,
Jörg

Grip ist wie Luft - man vermisst ihn erst wenn er nicht mehr da ist...

DER Christian ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2005 20:35
#28 RE: Kompressor in der Gixx antworten

@ Mick 1:

Na ja..
Einen 1,8 T von VW bin ich noch nicht gefahren.

Du meinst die GPZ 750 Turbo, nicht die GPX? Konnte ich leider nie Probefahren. Über das Motorrad gab es viele Legenden, von wegen "unfahrbares Höllengerät" und so. Ein Freund von mir ist sie mal ausgiebig probegefahren. O-Ton: "Gut fahrbar, der Schub kommt, aber nicht krass. Trotzdem, bei Regen wäre ich sehr vorsichtig!" Allerdings ist das Ding von einem Rudel Kawasaki Ingenieure auf fahrbar getrimmt worden, was für einen Hobbybasteler nicht so einfach möglich ist. Trotzdem bleibt der Aufwand: Auspuff für Turbolader, Luftführung zum Zylinderkopf, und am besten eine Einspritzanlage. Hatte Kawasaki ja damals schon reingebaut in die Turbo, und das Anfang der 80er Jahre. Außerdem sind die Kawa Ingenieure ja auch auf dem Teppich geblieben, was die Leistungssteigerung angeht. Die normale GPZ 750 hatte damals so um die 90 PS (??), die Turbo so um die 110 (?? bin mir bei den PS Angaben nicht ganz sicher..) also "nur" 20 PS mehr, verglichen mit dem Sauger. Das machte das ganze natürlich fahrbarer. Je mehr Ladedruck und je mehr PS Mehrleistung, umso heftiger fällt der "Mehrschub" aus, wenn der Turbo mal kommt, um so "unfahrbarer" und giftiger wird das Ganze.

Ladeluftkühlung:

Du verwechselst nicht Diesel mit Benzinmotoren? Dieselmotoren brauchen beim Turbo eigentlich keine Ladeluftkühlung, da sie kühler verbrennen, da macht der Turbo auch nichts aus, und sowieso immer mit "Volluft" fahren, d.h. der Ansaugkanal ist ständig maximal offen und man über das Gaspedal nur die Dieselzufuhr regelt, sind die da wesentlich unempfindlicher.

Anders sieht es bei Benzinmotoren aus, da Benzin wesentlich heißer verbrennt als Diesel. Du hast recht, jeder Motor saugt die Luft - mehr oder weniger günstig - von vorne an. ABER(!!!!) : Beim Turbo geht die angesaugte Luft dann durch die Turbine und wird verdichtet. Die komplette Turbine erhitzt sich, da sie durch die Motorabgase angetrieben wird, im Extremfall (Autobahn) bis zur Rotglut, und selbst beim normalen Fahren sind es immer so um die 400° C, was dann natürlich die Ansaugluft auch entsprechend aufheizt. Daher ist eine Ladeluftkühlung beim Benziner (Überlebens) wichtig, wenn der Motor auch eine Zeitlang halten soll. Dazu kommt noch, dass der Turbolader an die Ölversorgung des Motors angeschlossen werden muss, mit Zu- und Rücklauf, und das Motoröl auch gewaltig aufheizt. Also ist ein Ölkühler erforderlich, bei der GSX-R zumindest ein größerer, wenn nicht sogar ein zusätzlicher, und sehr fettes Gemisch fahren, sonst macht’s gleich „Päng“.

Mein Capri hatte einen Ladeluftkühler. Nach flotter Landstrassenfahrt konnte man das Rohr, das vom Turbo zum Ladluftkühler ging, mit bloßen Händen nicht mehr berühren, so heiß war es. Nach Autobahnfahrten ist Spucke darauf sofort verdampft. Das Rohr, das vom Ladluftkühler zum Motor ging, konnte man dagegen immer berühren. Gut handwarm.


Stell Dir mal vor, dein Gixxe Motor kriegt ständig 80°C heiße Luft und du jagst ihn über die Autobahn. Wie lange macht der das wohl mit?? Das Problem mit der Ladeluftkühlung entfällt eben bei einem Kompressor, da das Gehäuse nicht durch die Abgase aufgeheizt wird. Noch dazu, wenn die Vergaser vor den Kompressor geschaltet werden, und der Kompressor das Benzin-Luftgemisch ansaugt. Steck mal deinen Finger in den Mund, mach in nass, und blas mal drauf. Wird kühl, nicht? Nichts anderes passiert in Ansaugtrakt/Zylinder JEDEN Motors, wenn das Benzin durch die Hitze verdampft, bevor es gezündet wird. Wenn Flüssigkeiten durch Temperaturdifferenz verdunsten, wird es kalt. Auch ein Grund, warum ein fettes Gemisch den Motor abkühlt, abgesehen von der wesentlich kühleren Verbrennung, und wenn das ganze schon im Kompressor passiert und den abkühlt, um so besser. Vergaser beim Kompressor? Warum nicht? Den Kompressor anstelle des Luftfilterkastens und dann (11er Öl 89-92 z.b.) 2 Flachis mit 40 - 44 mm Durchmesser und K&N Filter zwischen Kompressor und Batteriekasten rein, fertig. Sollte doch machbar sein. Das Abstimmen dann ist sicherlich F.u.c.k., klar, aber auch hinzubekommen.

Eine sogenannte Wastegate (Bypass) Ladedruckregelung hatte mein Capri auch schon, auch nicht anders als heutige Turbos, was das Ganze sogar wesentlich fahrbarer gemacht hat. Ein Abblasventil ist da wesentlich primitiver, da es einfach in den Ansaugtrakt gesetzt wird und überflüssigen Druck ablässt. Nichts anderes als ein Sicherheits-/Überdruckventil an einem Pressluftkompressor z.B. Die Wastegate Regelung macht den Motor wesentlich fahrbarer.

Aber da liegt auch ein Unterschied zwischen Kompressor und Turbo:

Da der Turbo über die Abgase angetrieben wird, kommt die Turbine, abhängig von der Abgasmenge = Motordrehzahl, erst ab einer bestimmten Drehzahl so auf Touren, dass sie den Unterdruck im Ansaugkanal überwindet und Überdruck, Mehrleistung aufbaut.

Bei meinem Capri war die Ladedruckanzeige im Standgas bei - 0,5 Bar (Unterdruck), bei ca. 2.500 - 3.000 U/Min hatte der Turbo genügend Drehzahl, die Ladedruckanzeige ging auf +/- 0, und ab dann bis auf + 0,5 Bar. Deswegen „kommen“ Turbos erst bei hohen Drehzahlen, und das ist auch die Erklärung für das sogenannte "Turboloch". Beim "Turboloch" handelt es sich einfach darum, dass die Turbine beim Schalten / Gaswegnehmen / wieder Gasgeben u.s.w. erst wieder einen ganz kurzen Augenblick (=das Turboloch, die Gedenksekunde) braucht, um auf Drehzahl zu kommen und wieder Leistung, Schub zu liefern. In der praxis heißt das, das der Motor doch etwas verzögert anspricht, was man beim Fahren einkalkulieren muss. Das kann man aber mildern, indem man eine kleinen Turbine nimmt, die wesentlich schneller auf Touren kommt, dafür aber einen geringeren Ladedruck liefert, oder eben auch durch die Wastegate / Bypass Regelung. Dabei ist im Turbolader auf der Abgasseite ein Ventil eingebaut. Dieses Ventil ist über einen Druckdose, welche auf den Laddruck reagiert. Sobald der eingestellte Ladedruck erreicht wird, öffnet die Druckdose über ein Gestänge das Wastegate / Bypass Ventil. Ein Teil der Abgase wird dann am Schaufelrad vorbei im Turbogehäuse direkt in den Auspuff geleitet. Dadurch läuft die Turbine mit der nur für den eingestellten Ladedruck nötigen (relativ niedrigen) Drehzahl, und das Turboloch wird geringer, da die Turbine wieder leichter und schneller auf die (relativ) geringe Drehzahl für den nötigen Ladedruck kommt. Wobei „geringe Drehzahl“ relativ ist, jeder Turbolader macht mindestens 100.000 U/Min oder mehr, je nach Typ und Ladedruck.

Anders sieht es aus, wenn die Primitiv - Lösung eingebaut ist, die Ladedruckregelung über ein Abblasventil, wie das Sicherheitsventil beim Pressluftkompressor. Allerdings stammt diese Lösung noch aus der Turbo „Steinzeit“, den 70er Jahren, und wird heutzutage nicht mehr verbaut. Dabei dreht die Turbine einfach unbeschränkt hoch, der Ladedruck wird dann im Ansaugtrakt am Ventil eingestellt, und alles was zuviel ist, durch das Ventil abgeblasen. Dadurch, dass der Turbo bei dieser Lösung einfach frei hochdreht, fällt die Drehzahl der Turbine wesentlich höher aus, entsprechend auch die Drehzahldifferenzen der Turbine beim schalten / Gasgeben, das Turboloch wird größer.

Und den ganzen Klimbims kann man sich bei einem Kompressor sparen. Gleichmäßiger Schub vom Standgas an, keine Ladeluftkühlung nötig, da sich das Gehäuse nicht aufheizt und wenn die Vergaser davor geschaltet werden, kein Turboloch, da der Kompressor durch den Zahnriemenantrieb direkt reagiert. Ladedruckregelung einfach über Zahnriemenübersetzung bzw. in dem Fall einfach durch ein Abblasventil, keine Ölversorgung nötig, etc. etc. EASY. Es hat schon seinen Grund warum die Jungs bei Mercedes den Kompressor wieder ausgegraben haben.

Das der Kompressor Leistung für seinen Antrieb braucht, stimmt. Aber mal ehrlich: Angenommen Race zieht´s durch, stellt seine Gixxe dann auf den Prüfstand, und hat solide 20, 30 PS mehr. Bei einem sicherlich SEHR interessanten Drehmomentwert. Interessieren die versteckten 10 PS, die der Kompressor für seinen Antrieb benötigt, dann noch wirklich???


DIESE MITTEILUNG WIRD IHNEN PRÄSENTIERT VON TM-DATENTECHNIK http://www.tm-datentechnik.de/

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!!
God rides a Harley. The Devil rides GSX-R!

11erW94 Offline

Gebetsmühle


Beiträge: 931

06.12.2005 20:36
#29 RE: Kompressor in der Gixx antworten

Sag mal Christian, hast du nicht Angst, dass dir mal dein Rechner abstürzt wenn du immer so viel schreibst????


Gruß,
Jörg

Grip ist wie Luft - man vermisst ihn erst wenn er nicht mehr da ist...

frosch Offline

Prediger


Beiträge: 2.936

06.12.2005 21:50
#30 RE: Kompressor in der Gixx antworten
hi..der fred artet ja richtig aus..

machbar ist die kompressorsache mit sicherheit...
in erster linie ists ein platzproblem,das in meinen augen geeignetste gebläse ist das teil aus den k-benzen,von wegen der geringen leistungsaufnahme und der "geringen" grösse,das teil ist in etwa so gross wie ein klimakompressor beim auto.

wenn ich so nen umbau machen müsste (weil wollen will ich net),würds in etwa so aussehen:

gaser und luffi raus,den lader hinter der zylinderbank auf den motor,am rechten kurbelwellenzapfen einen mitnehmerflansch,in den deckel ein lager mit welle und die riemenscheibe drauf.neues saugrohr "nach platz" anfertigen,wahrscheinlich mit nur einer drosselklappe,wenn genug platz,dann mit zwei klappen,je durchsatz desto gut,trotz aufladung...schlauchstutzen für den lader anfertigen (sind bei dem benz-ding schraubbar).verdichtung vom motor auf ca. 8:1 reduzieren,entweder mit kolben mit muldenboden oder dicker kopf- und fussdichtung,wär eine kostenfrage...perfekt wär die kolbenlösung..
das ganze kombiniert mit einer frei programmierbaren einspritzanlage,vorzugsweise mit drosselklappenpoti und druckfühler (weber-marelli) mit integrierter zündung...vier einspritzdüsen gesteuert und zwei zusätzlich mit schalter,mechanich oder über druckfühler zur anreicherung...und viel zeit zum abstimmen von laderübersetzung,ladedruckverlauf, gemisch- und zündkennfeld...und für alle fälle noch einen zweiten motor...
das ist jetzt natürlich nur in groben zügen,weil da mit sicherheit beim bau noch die eine oder andere gemeine "unmöglichkeit" auftaucht..

gibt noch die sehr viel einfachere variante mit einem grossen vergaser VOR dem lader (die so genannte nasse aufladung) wie sie mr.turbo anbietet (geht genauso beim kompressor),aber das ist in meinen augen pfusch...

aber wie gesagt,wär mir zuviel aufwand und vor allem zu teuer.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
 Sprung  
www.GSXR.de - Forum
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen