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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 1.831 mal aufgerufen
 Technik - Fahrwerk / Reifen / Bremse
Seiten 1 | 2
Benno Offline

User

Beiträge: 15

25.01.2006 19:14
#16 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Wie alt ist denn deine Pulle mit Bremsflüssigkeit?

Bremsflüssigkeit kann auch in der geöffneten Pulle altern.

Benno

SRAD_820 Offline

User

Beiträge: 34

25.01.2006 19:42
#17 RE: Problem Bremspumpe? antworten
@cyberjunky

Hi,

nun weiß ich nicht, wie sehr Du dich mit der Materie auskennst, aber da Dein Moped schon 55tkm drauf hat, könnte es durchaus sein, dass sowohl die Dichtung der Bremspumpe als auch die der Bremskolben """verschlissen""" sind - also ausgetauscht werden sollten.
D. h. der Dichtring der Pumpe kann tatsächlich leichte Verschleißerscheinungen aufweisen, wodurch beim Bremsen geringe Mengen Bremsflüssigkeit an derselben "vorbeiströmen" können - vor allem auf den ersten Millimitern Hub; wenn Du voll zumachst, ist dies aufgrund des Druckes glücklicherweise nicht mehr der Fall (außer die Dichtung wäre schon beschädigt).
Bei den Kolbendichtungen ist es zumeist eher so, daß sie """aufgequollen" sind und Du daher mehr Hub (Bremshebelweg) benötigst, bis die Kolben Deine Bremsbeläge an die Bremsscheiben pressen.
Vor allem, wenn das Gerät häufiger auf der Rennstrecke unterwegs war oder generell eher schärfer gefahren wird, kannst Du die Laufleistung mindestens einmal verdoppeln - unabhängig vom Alter des Fahrzeugs.

Kurzum: Ich selbst würde alleine aufgrund der Laufleistung sämtliche Dichtungen austauschen bzw. wenn Du dir nicht wirklich 100% sicher bist, austauschen LASSEN bzw. unbedingt mit jemandem zusammenarbeiten, der dies schon mehrmals gemacht hat.

Vor der Montage der Teile (nach der Überholung) empfiehlt es sich, die Bremszangen vorher mit Bremsfl.k. zu füllen, die Kolben so weit als möglich herauszupressen (z. B. mit Pressluft über den Bremsleitungsanschluss), da Du dann wenn alles montiert ist, "von unten nach oben" entlüften kannst, indem Du die Kolben zurückdrückst.

Das Ganze kostet kein Vermögen und die Bremse ist nach der Aktion wieder PERFEKT - am Besten noch (falls nicht bereits montiert) Sportbeläge verwenden - gibt's ja sogar welche mit Zulassung.

Dass ein Montagefehler das Leben kosten könnte, braucht nicht erwähnt zu werden, denke ich.

Viele Grüße aus dem wilden Süden,
Markus

gremlino Offline

Terassenraucher


Beiträge: 5.994

25.01.2006 23:39
#18 RE: Problem Bremspumpe? antworten

In Antwort auf:
D. h. der Dichtring der Pumpe kann tatsächlich leichte Verschleißerscheinungen aufweisen, wodurch beim Bremsen geringe Mengen Bremsflüssigkeit an derselben "vorbeiströmen" können - vor allem auf den ersten Millimitern Hub; wenn Du voll zumachst, ist dies aufgrund des Druckes glücklicherweise nicht mehr der Fall (außer die Dichtung wäre schon beschädigt).


Aber dann müsste doch Bremsflüssigkeit entweichen, oder? Oder ist da ne Doppeldichtig in der Nissinpumpe?

In Antwort auf:
Bei den Kolbendichtungen ist es zumeist eher so, daß sie """aufgequollen" sind und Du daher mehr Hub (Bremshebelweg) benötigst, bis die Kolben Deine Bremsbeläge an die Bremsscheiben pressen.


Das versteh ich nicht Wieso? (Nicht böse gemeint, ich verstehs im Moment wirklich nicht)

In Antwort auf:
die Kolben so weit als möglich herauszupressen (z. B. mit Pressluft über den Bremsleitungsanschluss)

mach das aber wenn ganz vorsichtig und am besten mit Holz dazwischen. Die Mistviecher lösen sich manchmal schlagartig und dann darf da kein Finger zwischen sein...
gruß gremlino






SRAD_820 Offline

User

Beiträge: 34

26.01.2006 06:25
#19 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Hi,

Sorry - war in der Tat etwas missverständlich:
Mit "Dichtring" meine ich natürlich nicht den des Anschlusses sondern den Gummidichtring des Geberzylinders bzw. -kolbens ("Pumpe"). Ein Teil der Bremsflüssigkeit "bleibt" daher im Ausgleichsbehälter, statt sich "verdichten" zu lassen >> dadurch lässt sich meistens der spätere Druckpunkt erklären (natürlich nur in den Fällen, in denen keine LUFT im System ist).

Ferner sind es wie gesagt die "aufgequollenenen" (Gummi-)Dichtringe der Bremskolben: Mit zunehmender Alterung (die wie gesagt durch härteren Einsatz beschleunigt wird) werden die Dichtungen leider "weicher", sodass es einem grösserem Volumen Bremsflüssigkeit bedarf, bis der Druck hoch genug ist, den Bremskolben zu bewegen. Da wir hier von verhältnismässig kleinen Pumpen reden, macht sich dies eben bei 8 Dichtringen( bei 4-Kolben-Zangen) sehr wohl am längeren Hebelweg bemerkbar.

Desweiteren könnte natürlich auch Verschmutzung bzw. defekte Staubdichtungen an den Bremszangen für dasselbe Phänomen sorgen - was sich ohnehin beim Austausch aller Dichtungen erledigt hätte.

Ich hoffe, meine wirren Erklärungen haben nun endgültig sämtliche Klarheiten beseitigt?!?!

Viele Grüße,
Markus

cyberjunky Offline

User

Beiträge: 85

26.01.2006 08:55
#20 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Moinsen,

alle Klarheiten beseiigt . Nee im Ernst, super Tipps, besten Dank...habe auch den Eindruck, das die ganze Sache in Richtung Alterung/Verschleiss läuft. Wird also auf ne Überholung der Bremsanlage hinauslaufen. Mir ist noch eingefallen, zusätzlich auch die Scheiben (die ja nach dieser Laufleistung defintiv keine Originalstärke mehr aufweisen) ein weiterere Faktor sein können. Weil schmalere Scheibe bedeutet ja auch mehr Hebelweg , ergo späterer Druckpunkt. Die Frage ist wieviel das im Endeffekt dann ausmacht oder ob es nur die Summe der vielen Kleinigkeiten ist, die mir meine Bremse versaut.

Grüße aus dem Harz (mal wieder Neuschnee heute)

Nico

SRAD_820 Offline

User

Beiträge: 34

26.01.2006 09:14
#21 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Und nochmals Hi,

Die Stärke der Bremsscheiben spielt hierbei keine Rolle, da die Beläge stets an den Scheiben "anliegen" (und quasi nachrücken) - dennoch: solltest Du Scheiben benötigen und nicht auf STVO-Beständigkeit achten, hätte ich noch 2 sehr gute EBC-Bremsscheiben, falls Interesse besteht.

Viele Grüße aus dem ebenso verschneiten Süden,
Markus

gremlino Offline

Terassenraucher


Beiträge: 5.994

26.01.2006 12:16
#22 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Moin!

In Antwort auf:
Ein Teil der Bremsflüssigkeit "bleibt" daher im Ausgleichsbehälter, statt sich "verdichten" zu lassen

Aber da würde ich sagen, das nur, wenn Luft davor steht. Ansonsten hab ich es immer noch nicht verstanden. Egal


In Antwort auf:
Ferner sind es wie gesagt die "aufgequollenenen" (Gummi-)Dichtringe der Bremskolben: Mit zunehmender Alterung (die wie gesagt durch härteren Einsatz beschleunigt wird) werden die Dichtungen leider "weicher", sodass es einem grösserem Volumen Bremsflüssigkeit bedarf, bis der Druck hoch genug ist, den Bremskolben zu bewegen. Da wir hier von verhältnismässig kleinen Pumpen reden, macht sich dies eben bei 8 Dichtringen( bei 4-Kolben-Zangen) sehr wohl am längeren Hebelweg bemerkbar.

Dieses Phänomen habe ich persönlich noch nicht erlebt, klingt aber plausibel, daher wärs auch ne Möglichkeit.
Ich persönlich hatte immer das Problem, das bei alten Dichtungen, die Kolben „fest“ gingen und daher die Beläge nicht mehr komplett gelöst haben.

In Antwort auf:
Die Stärke der Bremsscheiben spielt hierbei keine Rolle, da die Beläge stets an den Scheiben "anliegen" (und quasi nachrücken)


Koooorrrrreeekkkkttttt! Trotzdem sollten deine Scheiben natürlich das entsprechende Mindestmaß haben. Maß steht auf dem Innenring, meine es sind 4,5mm bei dir. Wenn du neue Scheiben oder ne Radialpumpe (beides zugelassen) günstig brauchst, dann schreib mir ne PM.


gruß gremlino






cyberjunky Offline

User

Beiträge: 85

27.01.2006 08:10
#23 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Moinsen,

also ich werd mich in nächster Zeit mal ransetzen und die ganze Anlage soweit überprüfen. Angefangen nochmal bei ner Entlüftung (die Geschichte mit dem Hammer und so) und wenn sich dann die alte Bremsleistung nicht eingestellt hat, weitere Schritte ergreifen. Auf jeden Fall danke für eure Antworten eigentlich in zweierlei Hinsicht, 1. für die Denkanstösse und 2. das ich jetzt die nächste Zeit immer ne coole Ausrede habe, wenn mein Freundin auf irgendwelche doofen Ideen kommt.


Gruß aus dem Harz,
Nico

fuchs01 Offline

Anfänger :-)

Beiträge: 3

10.06.2006 22:36
#24 RE: Problem Bremspumpe? antworten

hi junky

bin erst heut auf des forum gestossen. hab dasselbe prob. ne gu74c und ne scheiss vorderradbremse.
hab stahlfelx drauf, ne pumpe von ner 89er, vorn paar jahren die dichtungen er vorderen kolben mit nem dichtungssatz erneuert und seit ca. 2 jahren brembo scheiben mit belägen drauf. s geht nix. die is und bleibt schwammig. haste was erreicht??

Kaimese2 ( gelöscht )
Beiträge:

02.07.2006 13:53
#25 RE: Problem Bremspumpe? antworten

würde mich auch interesieren ob du was ereicht hast fumel auch schon seit zwei wochen daran rum.

cyberjunky Offline

User

Beiträge: 85

04.07.2006 13:21
#26 RE: Problem Bremspumpe? antworten

Hej hej,

konnte die exzellenten Tipps leider bis jetzt noch nicht in die Tat umsetzen, da ich im Fruehjahr Hals ueber Kopf fuer ein halbes Jahr nach Schweden bin. Hier ist irgendwie alles anders , ABE fuer Auspuffanlagen, was ist das? Ist halt das Land des Ghostrider, so kommt es schon recht oft vor, das hier in Stockholm an der Ampel aufeinmal 6 Bikes V-Max auf dem Hinterrad losheizen. Bin Ende Juli zurueck in Deutschland und werde mich dann umgehend um meine Bremsanlage kuemmern, um wenigsten noch ne Restsaison zu haben. Ergebnisse, ob positiv oder negativ, werden dann natuerlich umgehend mitgeteilt.

So far,

Nico

fuchs01 Offline

Anfänger :-)

Beiträge: 3

06.07.2006 22:02
#27 RE: Problem Bremspumpe? antworten

hi kai

was hast du schon probiert??
ich hab schon kisten gesehen, bei denen war alles ok. super bremse. bei anderen dasselbe prob. der suzi händler meinte, das kriegste nich in griff.

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